Omega 3 – Wichtig für dich und dein Kind

Die wenigsten werden von den Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA bereits gehört haben. Dabei sind sie überlebenswichtig und an einer Vielzahl von wichtigen Aufgaben in unserem Körper beteiligt: so wirken sie gegen entzündliche Erkrankungen und fördern unser Gehirn sowie unser Sehvermögen.

Auch für dich als Schwangere und für die Entwicklung deines Babys sind sie essentiell. Die Wirksamkeit der Einnahme von Omega-3 in der Schwangerschaft wird durch zahlreiche Studien bestätigt. Weshalb Omega-3 solch eine große Rolle für den Verlauf deiner Schwangerschaft und die Entwicklung deines Babys spielt, erfährst du hier.

Omega 3 in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft ist das oberste Ziel deines Körpers, dein Baby gut und ausreichend mit wertvollen Nährstoffen zu versorgen. Das heißt, dass bei unzureichender Aufnahme auf deine eisernen Reserven zurückgegriffen wird, auch was das Omega-3 angeht. Untersuchungen zeigen, dass die Omega-3-Versorgung über die Schwangerschaft und Stillzeit deutlich absinken kann, wenn keine oder nicht ausreichend hohe Zufuhr erfolgt [11]. Aber inwiefern hilft eine gute Omega-3-Versrogung vor, während und nach der Schwangerschaft?

Positiver Einfluss auf den Verlauf der Schwangerschaft

Studien zeigen, dass eine gute Versorgung mit marinen Omega-3-Fettsäuren, insbesondere mit DHA, das Risiko für eine Frühgeburt minimiert und eine längere Schwangerschaftsdauer begünstigt [4]. So kann sich dein Kind im Mutterleib in Ruhe bestmöglich entwickeln.

Schwangerschaftsdiabetes verhindern durch stabilen Blutzucker

Deine Stoffwechselsituation hat einen unweigerlichen Zusammenhang mit dem deines Kindes. Omega-3-Fettsäuren können deinen stabilen Blutzucker unterstützen und damit das Risiko eines Schwangerschaftsdiabetes reduzieren [11].

Wochenbettdepression und Baby Blues vorbeugen 

Nach der Geburt verändert sich dein Hormonhaushalt sehr stark. Dies kann im Extremfall eine postpartale Depression auslösen. Studienergebnisse verdeutlichen jedoch, dass sich das Risiko der Mutter an einer Wochenbettdepression oder am Baby Blues zu erkranken durch die tägliche Einnahme von marinen Omega-3-Fettsäuren vermindert [12].

Prävention chronischer Erkrankungen

Eine Unterversorgung mit den marinen Omega-3-Fettsäuren kann vielfältige Folgen haben: so kann es auf Dauer vermehrt zu chronisch entzündlichen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes mellitus und rheumatischen Erkrankungen sowie autoimmunen Prozessen kommen. Zudem steigt vor allem das Risiko für psychische Leiden wie Depressionen, Augenerkrankungen sowie für Demenzen. Umso wichtiger, dass du auch an dich selbst denkst und ausreichend Omega-3 aufnimmst, um langfristig gesund zu bleiben [1].

Die Bedeutung von Omega-3 für dein Kind

In der Schwangerschaft und Stillzeit ist dein Baby darauf angewiesen, dass es über deinen Körper ausreichend mit gesunden Fetten versorgt wird. Doch welche positiven Auswirkungen auf deine Schwangerschaft und die Entwicklung deines Babys hat Omega-3 genau?

Grundlage für die Gehirnentwicklung und Förderung der Sehkraft

Omega-3-Fettsäuren sind Hauptbestandteil des menschlichen Gehirns, der Nervenzellen und der Netzhaut des Auges. Um eine gute Entwicklung und Funktion dieser Organe zu ermöglichen, werden die Fettsäuren daher als Bausubstanz benötigt. Da sich die Sehkraft und das Gehirn deines Kindes nach der Geburt weiter ausbilden, ist eine ausreichende Omega-3-Zufuhr aus Fisch und Algen sowohl während der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit notwendig [5].

Schutz vor Erkrankungen wie Allergien, Neurodermitis und Asthma

Eine Vielzahl von Studien belegt, dass eine gute Omega-3-Versorgung  während der Schwangerschaft das Risiko für eine spätere Erkrankung deines Kindes an Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis oder Asthma deutlich senken kann [6,7].

Reiferes Schlafmuster und präzisere Feinmotorik

Beobachtungen haben gezeigt, dass die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA AD(H)S vorbeugen und auch später Symptome lindern können. Zudem wirkt sich ein hoher Omega-3 Spiegel positiv auf die kognitiven Fähigkeiten aus. Hierzu gehören eine erhöhte Aufmerksamkeit, eine gesteigerte Kommunikationsfähigkeit, eine präzisere Feinmotorik sowie ein reiferes Schlafmuster. Wird Omega-3 auch in der kindlichen Nahrung weiter zugeführt, können später bessere schulische Leistungen, ein gestärktes soziales Verhalten und ein geringeres AD(H)S-Risiko erzielt werden [8, 9, 10].