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Glossar Teezeremonie Japan

Wir arbeiten ständig an einer Aktualisierung unseres Zeremonie-Glossars, wir bitten zu beachten, dass ein ausführliches "Glossar" der japanischen Teezeremonie mehr als 8 Bände umfasst. 


Aisatsu: bedeutet wörtlich übersetzt Gruß und ist tief in der japanischen Kultur verwurzelt. Der erste Aisatsu findet während einer vollständigen Tee-Zeremonie am Tor, bevor die Zeremonie beginnt, statt. Grüße werden in der Regel in tiefer Verbeugung in Richtung der zu grüßenden Person gerichtet.


A - „Akarui“ = lebhaft

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I - „Itsumo“ = immer

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SA - „Saki“ni = bevor es jemand anderes tut

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TSU - „ Tsuzukeru“ = kontinuierlich


Chabana: Dabei handelt es sich um eine Blumengesteck für die Nische der japanischen Teestube. Die lange japanische Tradition des Blumensteckens wird als Ikebana bezeichnet. Diese einzigartige Kunstform umfasst eine Anordnung von Blumen in Schalen oder Vasen. Da für die in Japan praktizierte Tee-Zeremonie jedoch nur wenige Blumen und Äste nötig sind, wurde eine eigene Kunstform entwickelt.

Chado: Bedeutet „der Weg des Tees“ und ist gleichfalls die Bezeichnung der Teezeremonie.


Chadou Sentei: Ein sehr wichtiges Buch aus dem Jahre 1816, welches Themen wie Teemeister,Teestuben,Teeutensilien und detaillierte Ausführung wie Chawan,Natsume oder Chashaku beschreibt.


Cha-e: Eine frühere Bezeichnung für die Tee-Zeremonie wörtlich bedeutet diese „Tee-Treffen“. Vor dem Wirken von Sen no Rikyu war Teekonsum lediglich für Feudalherren oder Aristokraten ein Mittel der Unterhaltung. Rikyu beeinflusste die Einstellung erheblich und trug zu einem Wandel von Tee-Konsum bei. Dieser änderte sich zu einer geistigen und religiösen Weise, von diesem Zeitpunkt an wurde auch die Bezeichnung der Tee-Zeremonie in Chado geändert.


Chaji: Eine Teezeremonie in voller Länge inklusive Mahlzeit. Es wird vom Teemeister während eines Chaji Usucha, Koicha und eien Mahlzeit serviert. Die Dauer einer vollständigen Tee-Zeremonie könnte bist zu 4 Stunden in Anspruch nehmen.


Chakai: Dies ist eine offene Teeversammlung an der jeder Gast willkommen ist. Jedoch erhalten nur die ersten drei Gäste vom Teishu ( Teemeister ) grünen Tee. Die restlichen Gäste, meist an der Wand aufgereiht, erhalten eine Schale Matcha vom Hanto ( Assistent des Teishu ). Im laufe des Tages können die Gäste das Teehaus sowie einige Teeutensilien besichtigen.


Cha-no-yu: Bedeutung lautet: „heißes Wasser für Tee“ der Teezeremonie.  Für die japanische Teezeremonie werden verschieden Begriffe wie Chado oder Sado verwendet. Chanoyu bezieht sich auch auf die Zeremonie selbst, wird allerdings in diesem Zusammenhang lediglich von Menschen genutzt, die diese tatsächlich studieren.


Chashitsu: Wird der Raum im Teehaus bezeichnet, in dem die Teezeremonie gehalten wird. Der Chashitsu sollte im wesentlichen aus zwei Schiebetüren, Tatami-Böden, einer Tokonoma und einer Feuerstelle bestehen.

Daimedatami: Eine kürzere Tatami-Matte als die reguläre Ausführung. Wird relativ selten in Teestuben verwendet.


Dairo: Eine rechteckige Feuerstelle, befüllt mit feinem weißen Sand, in der Holzkohle verbrannt werden kann. Die Dairo wird verwendet um im Wasser im Kama zu erwärmen bevor es für die Teezeremonie genutzt wird.


Ganro: Eine kleine zylindrische Feuerstelle um Wasser in einem Kessel zu erwärmen bevor es in eine Kama gegossen wird. Die Ganro ist für die Zeremonie-Teilnehmer nicht sichtbar. Wegen der umfangreichen Brandvorschriften wird heutzutage ein Ganro elektrisch betrieben.


Heiken: Wird als die Betrachtung von Tee-Objekten bezeichnet. Nach einer Chaji oder Chakai können die Gäste den Gastgeber fragen ob einige der Utensilien in Augenschein genommen werden dürfen.


Hantou: Ist die Bezeichnung des Teemeister-Assistenten.  Der Hanto ist der beste Schüler des Teemeisters und sitzt während der Zeremonie hinter der Schiebetür und falls erforderlich weitere Schalen mit Matcha reichen, damit die Gäste nicht aufstehen müssen.


Hakogaki: Inschrift auf Boxen in denen Teegeräte verstaut sind. Hakogaki sagt aus, Name des Handwerkers, Name des Utensils und aus welchem Bezirk beziehungsweise aus welcher Stadt das


Ichi-go-ichie: Ein Ausspruch der besagt; das jeder Moment einzigartig ist und nie wieder kommen wird.


Iemoto: Gründer oder Großmeister einer bestimmten Tee-Schule. Iemoto wird in Blutlinie übertragen, sollte dies nicht möglich sein, würde der beste Schüler der jeweiligen Schule zum Iemoto bestimmt.


Jikyaku: Ist die Bezeichnung des zweiten Gastes einer vollständigen Teezeremonie.


Junbi: Ist ein allgemeines, im täglichen Leben verwendetes, japanisches Wort für Vorbereitung. In der Teezeremonie bedeutet Junbi die Vorbereitung aller Utensilien, Süßigkeiten und des Zeremonieraumes. Die Junbi hat auch eine bestimmte Reihenfolge und ein Lehrer wird wahrscheinlich zunächst die richtige Reihenfolgen unterrichten, bevor die eigentliche Junbi einer Chashitsu gelehrt wird.


Kaiseki: Die Mahlzeit während einer Teezeremonie. Viel Sorgfalt, Überlegungen und Hingabe für die Auswahl sowie Zubereitung einer Kaiseki, welchen den Gästen gereicht werden soll, angefangen von Zutaten für Gerichte, Saison und Jahreszeit und Art der Teezeremonie, können mehrere Tage in Anspruch nehmen.


Kashi: Süßigkeiten die vor dem servieren von grünem Tee serviert werden.Traditionelle japanische Süßigkeiten wie Omogashi und Higashi werden vor dem grünem Tee den Gästen angeboten. Vor dem Verzehr des Koicha werden Omogashi gereicht, um dem Gaumen mit süßem anzuregen, bevor der eher bittere Koicha serviert wird. Higashi werden meist zum Usucha angeboten.

Der Ausspruch des Teishu "Okashi weh Doozo" bedeutet soviel wie „gehen Sie voran und haben Sie die Süßigkeiten“.


Keiko: Ist japanisch für Ausbildung, Studium oder Praxis. Im Bezug auf Tee bedeutet es den regulären Unterricht, den Schüler bei einem Zeremonie-Lehrer nehmen.


Koicha: Bedeutet wörtlich „dicker Tee“; dieser wird während einer Chaji Teezeremonie angeboten. Koicha wird aus etwa 4g Matcha-Pulver und etwa 40 ml heißem Wasser zubereitet. Eine Chawan mit Koicha wird oft von drei Kyaku geteilt. Bevor die Schale weitergereicht wird, sollte diese sorgfältig mit einem Kaishi-Papier abgewischt werden, da der nächste Gast an der gleichen Stelle der Chawan trinken wird.


Kyaku: Gast oder Gäste. Diese Bezeichnung könnte durch den ehrenden Titel „San“ erweitert werden; Okayaku-San was etwa „lieber Gast“ bedeuten würde.


Matcha: pulverisierter grüner Tee 


Machiai: Ein Wartezimmer im Teehaus oder eine Hütte die zum Warten dient. Wenn die Teilnehmer einer Teezeremonie eintreffen, werden diese aufgefordert im Machi-ai zu warten. Meist ist die Machi-ai eine kleine Hütte im Garten des Teehauses mit einem kleinen Dach, welches vor Regen schützen soll. Während einer vollständigen Teezeremonie werden die Gäste ebenfalls gebeten, während der Vorbereitungen für Koicha und Usucha, im  Machi-ai zu warten.


Mizuya: Vorbereitungsküche für die japanische Tee-Zeremonie


Nakadachi: Wird die Pause zwischen Kaiseki und Koicha bezeichnet. Während eines Chaji, werden die Gäste gebeten, draußen in der Machiai zu warten, bevor Koicha und Usucha gereicht werden. Während dieser Nakadachi reinigt der Teishu das Zimmer, nimmt Änderungen der Utensilien-Anordnung vor entfernt Blumen und ändert die Kakejiku.


Nijuudana: Hängeregale


Okimizuya: Eine portable Ansammlung von Teezeremonie-Geräten.


Omogashi: Eine feuchte japanische Süßigkeit, die vor dem servieren des Koicha gereicht wird.


Oyu: Die Bezeichnung für das Warmwasser.


Shoukyaku: Der erste Gast einer Tee-Zeremonie


Teishi: Die Bezeichnung des dritten Gastes nach shokyaku und jikyaku.


Teishu: Eine Bezeichnung für den Teezeremonie-Meister, Gastgeber und Lehrer.


Temae: Ist die allgemeine Bezeichnung für die rituelle Zubereitung von grünem Tee.


Tsume: der letzte Gast.


Usucha: Wird der dünne Matcha Grüntee bezeichnet.


Wabi: Stil einer japanischen Ästhetik von ruhiger und ergreifender Eleganz


Wagashi: Sind traditionelle japanische Süßigkeiten