grüner-tee.life

alles Wissenswerte über grünen Tee

Kyusu made in Japan



Der perfekte grüne Tee aus einer Hagi-Kyusu



In Japan, auf der Hauptinsel Honshu, in der Provinz Yamaguchi befindet sich  auf einer Insel an der Küste die uralte und einzigartige Stadt Hagi. Heute spielt diese fast sagenumwobene Stadt mit etwa 50.000 Einwohner in Japan eine fast unbedeutende Rolle, doch war Hagi einst eine sehr bedeutende Metropole und die Heimat des Mori Clans. Die Reste der Burganlage Hagi Joseki künden auch noch heute von dieser fün dieser glorreichen Zeit. Zahlreiche Samurai und einflussreiche Feudalherren nannten Hagi ihr Zuhause. In der Stadt befand sich ein großes Viertel der Samurai und viele Tempel entlang der Burgen-Unterstadt prägten das einstige Bild dieser eindrucksvollen japanischen Stadt. Die heutigen Besucher von Hagi erblicken in den Vierteln Jōkamachi und Horiuchi am Aiba Kanal Hagis Schönheit aus dem 17.Jahrhundert, denn die alten Gemäuer jener Feudalzeit sind weitgehend erhalten geblieben. Neben Hagis Keramik ist dies auch ein Grund für den weltweiten Bekanntheitsgrad dieser faszinierenden Stadt.Viele Touristen strömen zudem auch in der Nähe der Stadt auf einem Berg liegenden Toko ji Tempel, dem japanischen Tempel des östlichen Lichts. Dieser ist gleichzeitig die Begräbnisstätte des Mori-Clans. In unmittelbarer Umgebung liegt auch das Grab des berühmten Samurai Yoshida Shoin, ein angesehener Lehrer und Revolutionär, welcher 1859 zum Tode verurteilt wurde. 


Die unverwechselbare und besondere Keramik aus Hagi


Doch nicht nur wegen der traditionsreichen Historie gelangte die Stadt Hagi zu ihrem Ruhm, sondern auch als bedeutende Töpfer- und Keramikstadt. Die Keramikarbeiten aus Hagi und Umgebung sind über Japans Grenzen hinaus bekannt und werden bei vielen typischen japanischen Teezeremonien benutzt. Aber auch nicht Asiaten lieben die einzigartigen Töpfereien aus Hagi, wie beispielsweise Teegeschirr, Vasen, Sake-Gefäße oder Figuren. Hagi-Keramik erkennt man an ihrer hellen Glasur mit zahlreichen kleinen Rissen, dem in Fachsprache bezeichneten Krakelee-Muster. Die charakteristische Farbe und Struktur der Hagi-Keramik ergibt sich durch einen sehr speziellen Ton (den daidō tsuchi) und dem einzigartigen Brennvorgang, bei dem Kiefernholz als auch Holz-und Reisstroh-Asche eine signifikante Rolle zukommt. Von Hand gemalte Motive auf Keramiken aus Hagi sind nur ganz selten zu finden. Je älter ein Teekeramik aus Hagi ist, umso edler ist sein Erscheinungsbild. Gerade der in Japan so verehrte Grüntee, der seine grüne Farbe durch besondere Verarbeitungsprozesse weitgehend bewahrt, gibt der Glasur ihren einzigartigen Farbton. Zurück geht die Hagi-Keramik vermutlich auf zwei koreanische Brüder, I Chak-kwang und I Kyung am Anfang des 17.Jahrhunderts. Die frühsten in Hagi entstanden Teeschalen waren deshalb auch lediglich Kopien der aus Korea in Japan eingeführten Teeschalen der Joseon-Dynastie. Erst im Laufe einiger Jahrhunderte entwickelte sich der für Hagi sehr charakteristische und  ganz eigene Stil. Besonders beliebte Objekte aus Hagi sind die Kyusu oder verschiedenen Teeschalen. Oft unterscheiden sich Keramiken von Künstlern aus Hagi beträchtlich in Form oder durch verschieden Glasuren, doch für Liebhaber dieser wunderbaren Keramik bleibt der Hagi-Touch erkennbar.