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alles Wissenswerte über grünen Tee

Grüner Tee Herstellung


Für die Herstellung eines hervorragenden Grüntees sind jede Menge Erfahrung und Fingerspitzengefühl notwendig. Der  aus mehreren Schritten bestehende Herstellungsprozess lässt aus dem frischen Blatt einen edlen Sencha oder Gyokuro entstehen. Die frisch gepflückten Blätter sind lediglich die Vorstufe eines guten Grünen. Dieser rohe Tee wird sehr selten an den Endkunden verkauft. Natürlich findet die Ernte des Tees überwiegend maschinell statt, allerdings wird auch weiterhin per Hand gepflückt. Gerade für sehr hochwertige Gyokuros oder Senchas oder auf Grund der geringen Größe des Teefeldes, wird die Teeernte per Hand bevorzugt. Im Unterschied zur maschinellen Ernte, bei welcher 4-5 geöffnete Blätter beerntet werden, wählt der Teepflücker für die Ernte von Hand lediglich die 2-3 frischesten geöffneten Blätter.  


Um einen Qualitätsverlust zu vermeiden, werden die frisch geernteten und noch rohen Blätter mit feuchter Luft angefächert. Dieser Vorgang verhindert einen Feuchtigkeitsverlust des Teeblattes. Belässt man das Teeblatt in diesem Zustand würde umgehend der Oxidationsprozess und eine Gärung, hervorgerufen durch die im Blatt vorhandenen Enzyme, einsetzen. Um diese Oxidation zu verhindern, werden die Teeblätter mit nicht unter Druck stehenden Wasserdampf gedämpft. Dieser Prozess ist entscheidend für den Geschmack, das Aroma und die Farbe des Tees. Das dämpfen wird bei einer Temperatur von etwa 100°C durchgeführt.

  

Nach dem bedampfen des Tees, um dessen Geschmack und Farbe zu erhalten, wird kühle Luft zugeführt, um den Tee rasch auf Raumtemperatur zu regulieren. Anschließend wird während der ersten Walzstufe das Blatt unter Verwendung von Heißluft gedrückt. Das Walzen sorgt für den Entzug von Feuchtigkeit, erhöht somit den Trocknungsprozess, verbessert den Glanz, die Farbe, den Geschmack sowie das Aroma. Anschließend findet das erste Rollen der Blätter statt. Hierbei wird für die weitere Trocknung ebenfalls heiße, trockene Luft zugeführt.

 

Nun beginnt der zweite Walzprozess, die Feuchtigkeit der Blätter ist in diesem Moment immer noch relativ hoch. Die Größe und Form des Blattes ist zu diesem Zeitpunkt ebenfalls noch sehr ungleichmäßig. Das Blatt wird für die Dauer dieses Vorgangs weiterhin mit heißer Luft bearbeitet und für das Fertigwalzen vorbereitet. Am Ende des Fertig- oder Schlusswalzen erhält man ein Teeblatt mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 10-13 %. Durch ein spezielles Trocknungsverfahren mit Heißluft, beginnt nun der eigentliche und finale Trocknungsprozess. Die Feuchtigkeit wird dabei noch einmal um 5 % reduziert, dadurch wird eine langfristige Speicherung der Aromen sichergestellt.


Der Tee hat weiterhin eine ungleichmäßige Form, auch der Feuchtigkeitsgehalt ist immer noch hoch. Dadurch ist eine sekundäre Weiterverarbeitung erforderlich, bevor der Tee als Fertigprodukt in ihre Kanne gelangen kann. Die Weiterverarbeitung beinhaltet Vorgänge wie Trocknen, Sortieren, Schneiden und Formen. Auch das Mischen des Tees ( Blending ) findet erst zu diesem Zeitpunkt statt. Und wird aufwendig je nach regionalen Vorlieben oder Preises durchgeführt. Am Ende dieser Weiterverarbeitung entsteht der Grüne Tee wie wir ihn in Form und Farbe kennen und lieben.

  

Alle diese spezifischen Methoden und Verfahren sind ungemein komplex, arbeitsintensiv und abhängig von dem Standort an welchem sie durchgeführt werden können.