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2017-04-22

Von Anfängergeist bis Zen

Von Anfängergeist bis Zen

Der Buddhismus hat im Verlauf seiner Geschichte zahlreiche kulturelle Formen und Rituale sowie philosophische Begriffe und Konzepte hervorgebracht. Sie tragen oft so exotische Namen wie “Nirvana”, “Tantra” oder “Erleuchtung”. Wenn wir diese Begriffe nicht richtig verstehen, können sie uns in die Irre führen. Wenn wir sie richtig verstehen, werden sie zu Wegweisern, die uns auf dem Pfad zur tiefen Einsicht in die Essenz des Buddhismus geleiten.

Die beste Art, um die buddhistischen Grundbegriffe kennen zu lernen, ist, sie von einem erfahrenen Meister erklärt zu bekommen. Doch dies ist uns nicht immer vergönnt. Eine andere Möglichkeit besteht darin, wissenschaftliche Lexika zu studieren. Diese haben den Vorteil, dass sie immer zur Hand sind. Sie haben aber den Nachteil, dass sie die Begriffe aus ihrem gelebten Zusammenhang reißen. Ihre Erklärungen tendieren deshalb nicht selten zu einer gewissen theoretischen Abstraktion und Blutarmut.
Einen Weg der Mitte zwischen diesen beiden Vorgehensweisen möchte dieses Buch beschreiten. Zum einen folgt sein Aufbau der lexikalischen Form, zum anderen lässt es – wo immer möglich – bedeutende buddhistische Gelehrte und Meister selbst zu Wort kommen. Deren Erläuterungen erfüllen die Begriffe mit Leben und vermitteln auf diese Weise einen unmittelbaren Eindruck von ihrer Bedeutung für die buddhistische Praxis.
Wenn wissenschaftliche Lexika eher Kochbüchern gleichen, die die Zusammensetzung eines Gerichts – eines Begriffs – beschreiben, dann möchte dieses Buch Ihnen einen Vorgeschmack auf das fertige Mahl – den gelebten Buddhismus – geben. Denn so wichtig ein grundlegendes Verständnis der buddhistischen Begriffe auch ist, bei ihrem Studium sollte es niemals um einen Selbstzweck gehen. Alle Begriffe und Rituale des Buddhismus haben nur ein Ziel: uns dabei zu helfen, unsere wahre Natur zu erkennen. Möge dieses Buch Ihnen dabei eine kleine Stütze sein.

Anmerkung zur Verschlagwortung

Die Sprache, in der die Worte des Buddha zuerst niedergeschrieben wurden, war Pali, ein altindischer Dialekt. Spätere Texte wurden in Sanskrit, einer komplexen Schriftsprache des alten Indiens, verfasst. Alle zentralen buddhistischen Begriffe haben in diesen beiden Sprachen ihre Wurzeln. Auch wenn wir heute bereits über zahlreiche Übersetzungen von buddhistischen Schriften verfügen, so besitzen wir doch noch keinen verbindlichen Kanon der buddhistischen Terminologie; zahlreiche Übersetzungsvarianten für Pali- beziehungsweise Sanskrit-Begriffe konkurrieren miteinander. Aus diesem Grund wurden im lexikalischen Teil die meisten Begriffe unter ihrer Sanskrit- oder Pali-Fassung angeführt. Eine Ausnahme bilden Begriffe, für die sich bereits deutsche Übersetzungen eingebürgert haben, diese wurden unter der deutschen Fassung verschlagwortet.

Anmerkung zur Aussprache

Eine annähernd richtige Aussprache der Sanskit- und Pali-Begriffe sowie der chinesischen und japanischen Termini, ergibt sich, wenn man in der Umschrift
[ul]
[li]”j” wie “dsch”,[/li]
[li]”ch” wie “tsch”,[/li]
[li]”sh” wie “sch” und[/li]
[li]”y” wie “j”[/li]
[/ul]

ausspricht. So werden zum Beispiel “Nagarjuna” wie “Nagardschuna”, “Bodhichitta” wie “Bodhitschitta”, “Bhikshu” wie “Bhikschu” und “Yoga” wie “Joga” ausgesprochen.

Admin - 09:00:11 @