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Grüner Tee Blog


2017-02-14

Japan

Parlamentarische Monarchie in Ostasien auf einem Archipel von zahlreichen Inseln zwischen Ochotskischem Meer im Nordosten und Ostchinesischem Meer im Südwesten, Hauptinseln Hokkaido, Hondo, Kyushu, Shikoku, 377 800 km², 127,4 Mio. Einwohner, Hauptstadt Tokio, Amtssprache japanisch.

Land und Leute
Japan “sitzt” auf einem untermeerischen Rücken, der 12 km hoch vom Meeresboden aufsteigt und durch das Japanische Meer vom Kontinent getrennt ist. Über dem Meeresspiegel erreicht das von Vulkanismus und Erdbeben geprägte Land im Fujiyama 3 776 m Höhe, seine Küsten sind stark zerklüftet, das Klima ist im Norden maritim-gemäßigt, im Süden im Sommer oft heiß und fast tropisch mit Monsunregen, im Winter mild durch die Meeresströmung des Kuroshio. Einst weitgehend bewaldet, ist Japan heute an den Küsten, v. a. im Westen und Südwesten, völlig zersiedelt, da sich dort die ohnehin dichte Bevölkerung ballt. Sie ist ungewöhnlich homogen, hat einen hohen Ausbildungsstand und bekennt sich weitgehend zu Buddhismus und Schintoismus.

Wirtschaft
In einer beispiellosen Wiederaufbauleistung hat sich Japan nach dem 2. Weltkrieg zur zweitstärksten Wirtschaftsmacht der Erde (nach den USA und vor Deutschland) entwickelt. Die noch vorhandenen agrarischen Strukturen sind dabei zurückgetreten, obwohl sie für die Ernährung der großen Menschenzahl weiterhin die entscheidende Rolle spielen: Vorherrschend ist der Anbau von Reis, Getreide, Tee, Kartoffeln u. a., Obst (Kirschen, Zitrusfrüchte) und Gemüse werden in großen Mengen geerntet, die Fischerei liefert einen großen Teil des Eiweißbedarfs trotz wachsender Probleme wegen der Meeresverschmutzung, in der Viehhaltung werden v. a. Pferde, Rinder, Ziegen und Geflügel gezüchtet. Hauptsäule der japanischen Wirtschaft aber ist die Industrie, wobei das Land im Fahrzeug- und Schiffbau, in der Unterhaltungselektronik, Computerfertigung, Halbleitertechnik u. a. Zukunftstechnologien weltweit führend ist. Eine vorzüglich ausgebaute Infrastruktur fördert den weiteren Aufstieg, der nur durch die Abhängigkeit von Rohstoffimporten gefährdet ist (v. a. Öl).

Geschichte
Nach der Legende wurde das japanische Kaiserreich 660 v. Chr. durch Jimmu Tenno gegründet, Sohn der Sonnengöttin und Vorfahre der heutigen Dynastie. Genauere Kunde haben wir jedoch erst aus dem 5./6. Jh., als Japan die chinesische Schrift und wesentliche kulturelle Errungenschaften aus China übernahm und der Buddhismus über Korea eindrang. Ersten Kontakt mit Europa hatten die Japaner 1552, als portugiesische Entdecker auf die Inseln verschlagen wurden. Ihnen folgten Händler und Missionare, die es in dem traditionsbewussten Land sehr schwer hatten. Aus Furcht vor Überfremdung wurden 1638 alle Ausländer vertrieben, und es begann eine Zeit der völligen Abschottung, die erst 1854 endete, als der amerikanische Kommodore Perry die Öffnung der Häfen für den Handel erzwang. Das bisher dezentral von Schogunen (regionalen Heerführern) beherrschte Japan passte sich den neuen Herausforderungen durch eine stärkere Konzentration auf das Kaisertum an. Tenno Mutsuhito (Kaiser 1867–1912) reformierte Verwaltung und Staat und akzeptierte 1889 eine Verfassung nach preußischem Muster. Auf Kosten des schwachen China dehnte Japan seine Macht aus (1894 Formosa, 1910 Korea) und trat im 1. Weltkrieg auf die Seite der Alliierten. Dadurch wurde es 1919 Erbe der deutschen Kolonien in Fernost. Durch rasante Industrialisierung entwickelte es sich zum ernsthaften Konkurrenten der USA, die die japanische Expansion (1931 Mandschurei, 1937 Überfall auf China) einzudämmen suchten. Das führte 1941 zum Eintritt beider Staaten in den 2. Weltkrieg (7. Dezember japanischer Angriff auf Pearl Harbor) und 1945 nach Abwurf der ersten Atombomben zur Kapitulation und Auflösung des japanischen Großreiches. Es erstand demokratisiert und reformiert bald wieder als Handels- und Wirtschaftsgroßmacht und Anführer der technologischen Revolution. Bis heute andauernde sicherheitspolitische Bindung an die USA.

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