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Camellia sinensis - Teepflanze


Die Camellia sinensis

  

Die Teepflanze trägt den lateinischen Namen Camellia sinensis und gehört botanisch zur Gattung der Kamelien. Sie kommt in der Natur in den Tropen und Subtropen vor und gedeiht am besten in feuchtwarmen Gebieten der Erde. Wilde Teepflanzen sind immergrüne Sträucher oder Bäume und ihre Wuchshöhe kann von ca. 1 Meter bis fast 20 Meter betragen. Die Blätter sind klein und rundlich, dunkelgrün und an der Unterseite etwas heller, bei manchen Arten leicht behaart. Sie wachsen wechselständig an den dünnen Zweigen. Die von Oktober bis Februar erscheinenden Blüten sind klein, weiß, mit vielen Staubgefäßen. Die kleinen Kapselfrüchte sind abgeflacht und tragen ein bis zwei rundliche braune Samen.

Verbreitung der Teepflanze

  
Die Botaniker unterscheiden von der Camellia sinensis vier unterschiedliche Varietäten. Die Camellia sinensis var. sinensis stammt aus dem Hochland von Südchina. Sie wächst in Höhenlagen bis 2500 Metern als Strauch. Diese Art ist inzwischen durch Kultivierung besonders weit verbreitet. Die Camellia sinensis var. assamica wächst in der Ebene und im Sumpfland, ist baumartig und kann bis 18 Meter hoch werden. Ihre Blätter sind relativ groß und an der Unterseite behaart. Die Camellia sinensis var. dehungensis hat noch größere Blätter als die var. assamica und ist im Süden der chinesischen Provinz Yunnan verbreitet. Die Camellia sinensis var. pubilimba kommt wild vor allem im südöstlichen China vor. Die beiden erst genannten Varietäten der Teepflanze werden seit Jahrtausenden kultiviert und aus den Blättern aber auch Stängeln und Knospen wird der so beliebte und gesunde Tee. Auch heute noch wird der Tee in großem Umfang dort angebaut, wo er vermutlich ursprünglich gewachsen ist, im "Reich der Mitte". Aber China ist längst nicht mehr der größte Tee-Exporteur. Der meiste in Europa getrunkene Tee stammt heute aus Indien und von der Insel Ceylon (Sri Lanka). Aber auch Bangladesch, Indonesien und Taiwan sind wichtige Teeanbaugebiete. Was vielleicht nicht jeder Teetrinker weiß, Tee wird heute auch in Afrika angebaut. Vor allem in Äquator-nähe in Kenia, Kamerun, Tansania, Mosambique und Simbabwe wächst im Hochland sehr guter Tee. Auch in der Kaukasus-Region, an der türkischen Schwarzmeerküste,
im Iran, in Australien und in einigen südamerikanischen Ländern gibt es inzwischen Teeanbaugebiete. Für manchen Tee-Liebhaber ist der in Japan angebaute Grüntee allerdings das bevorzugte Getränk, darüber hinaus exportiert das Land auch fast ausschließlich grünen Tee.

Schwarz- oder Grüntee ? Die Sorten der Welt


Besonders berühmt ist Darjeeling Tee. Das gleichnamige Anbaugebiet liegt im Norden Indiens im Grenzgebiet zu Nepal und Tibet an Steilhängen bis in 2000 Metern Höhe. Die besonderen klimatischen Bedingungen der Region lassen einen excellenten spritzigen und vollmundigen Tee heranreifen. Auch Assam-Tee hat auf der Welt viele Liebhaber. Das Anbaugebiet Assam liegt im Nordosten Indiens an der Grenze zu Bangladesh links und rechts des mächtigen Flusses Brahmaputra. Assam Tee ist sehr würzig und kräftig und wird oft mit Sahne oder Milch verfeinert. Ceylontee aus Sri Lanka ist spritzig und schmeckt leicht nach Zitrus-Aromen, er schmeckt sowohl als Schwarztee als auch als Grüner Tee. In Japan und China werden die wohl begehrtesten Grüntees des internationalen Handels produziert. Aus Japan stammt beispielsweise der in Europa sehr populär geworden  Matcha-Tee .

Teeernte


Die Teeernte ist sehr aufwändig und die Verarbeitung des Tees ein recht komplizierter Vorgang. Wann geerntet wird, hängt davon ab, um welche Art es sich handelt und in welchen Regionen die Teepflanzen wachsen. Je nachdem ob Schwarztee, Grüntee oder ein halb fermentierter Tee (Oolong) produziert wird, dauert der Verarbeitungsprozess unterschiedlich lange. Für Grünen Tee werden die gepflückten Teeblätter traditionell in Eisenpfannen über Feuer gewelkt und getrocknet. Bei industriellen Herstellung geschieht das in großen Behältern. Grüntee wird aber nicht fermentiert. Weißer Tee wird genau wie  Grüner Tee  verarbeitet, hier werden aber Teeblätter mit silber-weiß farbigen Blattunterseiten und zusätzlich junge Triebe mit geerntet. Nur aus Spitzen-Teepflanzen lässt sich Weißer Tee produzieren. Der halbfermentierte oder Oolong-Tee wird nach der Ernte in Weidenkörben geschüttelt und der austretende Saft reagiert mit dem Sauerstoff der Luft. Die Fermentation setzt ein, wird aber dann durch das Erhitzen in Eisenpfannen wieder gestoppt. Stoppt man die Fermentation der Teeblätter nicht und lässt sie vollständig oxidieren, bevor sie getrocknet werden, dann entsteht Schwarzer Tee. Außerdem gibt es in Japan nach sogenannte Schatten- oder Halbschattentees. Sie werden einige Zeit vor der Ernte beschattet und liefern einen besonderen Grünen Tee - den Matcha, Kabusecha oder  Gyokuro .


Verwendung des Tees


Tee ist nicht nur ein sehr wohlschmeckendes Getränk sondern gleichzeitig auch als Heilmittel bekannt. Er enthält neben dem belebenden und aufmunternden Teein auch Vitamin B, Kalium Mangan und Fluorid. Tee stärkt das Immunsystem und wirkt entzündungshemmend. Außerdem beugt er Karies vor und kann bei entsprechender Zieh-Zeit Durchfälle stoppen aber auch die Verdauung anregen. Weltweit anerkannte Forscher sind sogar der Meinung, dass regelmäßiger Genuss von Tee sogar gut gegen Herzinfarkt, Schlaganfall und Demenz ist. Hierbei kommt dem grünen Tee, Oolong und Matcha sogar ein besondere Rolle zu. Neben dem gesundheitlichen Nutzen ist Tee auch ein Getränk, welches sich für feierliche Zeremonien eignet und genutzt wird und dessen Genuss viele Teeliebhaber in allen Gegenden der Welt richtig schön zelebrieren. So ist Teetrinken auch sehr kommunikativ und gesellig.